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Karlsruher Thesen zur Digitalen Souveränität Europas

Wünsche für eine Digitale Souveränität 

  1. Wir müssen unsere Gesetze und Wertvorstellungen gegenüber Internet-Giganten durchsetzen können. 
  2. Wir wünschen uns die Kontrolle über Daten, auch wenn sie in der Cloud gespeichert oder verarbeitet werden. 
  3. Wir wünschen uns eine staatliche Kontrolle der Löschung von personenbezogenen Daten. 
  4. Wir wünschen uns flexible Geschäftsbedingungen von Internetservices, bei denen Anwender selbst entscheiden, inwieweit sie mit ihren Daten oder mit Geld bezahlen. 
  5. Wir wünschen uns, dass Internet-Seiten auf Basis nachvollziehbarer Suchmaschinen-Algorithmen gefunden werden.
  6. Wir möchten den Komfort neuer sprachgesteuerter, internetbasierter Assistenzsysteme nutzen können und dabei wissen, was mit unseren Daten geschieht.
  7. Wir brauchen die Kontrolle über die Hardware und Software, auf denen unsere Sicherheitsarchitekturen aufsetzen. 
  8. Wir brauchen Betriebssysteme auf Mobiltelefonen, Computern und Netzwerkinfrastrukturen, denen wir vertrauen können. 
  9. Wir brauchen software- und internetbasierte Infrastrukturen der Zukunft, wie Energieversorgung, Gesundheitswesen oder Mobilitätssysteme, unter der Kontrolle der europäischen Regierungen. 
  10. Wir brauchen IT-Systeme, die wirksamen Schutz gegen professionelle, staatlich unterstützte Industriespionage bieten. 
  11. Wir brauchen ein Internet, in dem Cyber-Kriminalität zurückverfolgt werden kann.

 

Dieser Thesen-Katalog wurde am 2. November 2017 offiziell auf der Konferenz „Digitale Souveränität“ in Karlsruhe von den Autoren Jürgen Beyerer, Jörn Müller-Quade, Ralf Reussner als Karlsruher Thesen zur Digitalen Souveränität Europas vorgestellt.

Über die Autoren:

Prof. Dr. Jörn Müller Quade ist Professor am KIT in Karlsruhe, Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik und Sprecher von KASTEL, dem Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie.

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Beyerer ist Institutsleiter am Fraunhofer IOSB in Karlsruhe und Inhaber des Lehrstuhls für Interaktive Echtzeitsysteme am Institut für Anthropomatik in der Fakultät für Informatik am KIT sowie Verbundvorsitzender des FraunhoferVerbundes Verteidigungs- und Sicherheitsforschung (VVS). 

Prof. Dr. Ralf H. Reussner ist Sprecher der Leitung des Instituts für Programmstrukturen und Datenorganisation an der KIT-Fakultät für Informatik und Mitglied im erweiterten Vorstand des FZI – Forschungszentrum Informatik. 

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