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In seinem 2018 erschienenen Buch Jäger, Hirten, Kritiker. Eine Utopie für die digitale Gesellschaft beschäftigt sich Precht mit den Auswirkungen der digitalen Revolution auf die Arbeitswelt, die Psyche, die Gesellschaft und die Politik. Er bemängelt das Fehlen einer gesellschaftlichen Utopiefähigkeit, wodurch der Fortschritt allein der Technik und der Ökonomie überlassen werde, mit gefährlichen Folgen. Precht sagt eine völlige Transformation der Arbeitswelt voraus, in der deutlich weniger Menschen als bisher in festen Arbeitsverhältnissen arbeiten würden. Prognosen, wonach die Digitalisierung ebenso viel bezahlte Arbeit schaffe, wie sie vernichte, hält er für illusorisch. Um die Menschen in Zukunft zu befähigen, ein erfülltes Leben zu führen, sieht er als einzige Möglichkeit die Absicherung durch ein bedingungsloses Grundeinkommen, mitfinanziert durch Finanztransaktionssteuern. Gesellschaftlich kritisiert er den „Messbarkeitswahn“ und die Verengung des Menschenbildes auf das Quantitative, das er als Anschlag auf die Humanität sieht. Eine Welt nur aus Plänen, ohne echte „Geschichten“, hält er für weniger lebenswert als die derzeitige Lebenswelt in den Industrieländern. Entsprechend fordert er beim Einsatz Künstlicher Intelligenz eine Grenze überall dort, wo Moralität betroffen ist. Das Buch endet mit einem Plädoyer, über die engen Grenzen unseres gegenwärtigen Gesellschaftsmodells hinauszudenken und realistische Bilder einer lebenswerten Zukunft zu entwerfen, in der nicht die Technik, sondern die Humanität im Mittelpunkt steht.
(Wikipedia, Stand: 22.06.2019)

dradio-Beitrag
Digitalisierung und Zukunft der Arbeit –  „Wir dekorieren auf der Titanic die Liegestühle um“ meint Richard David Precht im Interview des Deutschlandfunk Kulturfragen im Mai 2017. Hörenswert, zum Weiterdenken.

Zur Person: Richard David Precht (Wikipedia)

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