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Warum Wir Unsere Daten Besitzen Sollten

Warum wir unsere Daten besitzen sollten

Ecuador hat die Daten seiner Bürger verloren oder genauer das Land verlor die Kontrolle über die Daten seiner Bürger und damit viel Vertrauen in Staat und öffentliche Verwaltung.

Damit sind wir wieder beim Kern der neuen digitalen Wirklichkeit: Wem gehören die Daten? Wer darf was mit ihnen machen? Wer profitiert und wer bezahlt? Vor etwas mehr als einem Jahr belegte Carole Cadwalldr vom britischen Observer und Guardian im Cambrigde Analytica (CA) Daten-Skandal, dass dieses Unternehmen Facebook-Profildaten illegal hantierte und damit die vergangene US-Präsidentschaftswahl und die Brexit-Kampagne kritisch zu beeinflussen versuchte. Am Versuch, das Unternehmen zur Herausgabe der Daten und der Erklärung der genauen Vorgehensweise zu zwingen, scheiterte nicht nur das britische Parlament in seiner Untersuchung. Cambridge Analytica existiert heute nicht mehr. Das Thema, das Problem mit unseren Daten, umso mehr. Zwar glauben immer noch viele Menschen, sie hätten nichts zu verbergen, aber darum geht es gar nicht so sehr. Vielmehr gefährdet die unkontrollierte und illegale Verwendung unser Daten unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung durch gezielte Propaganda. Das schafft Misstrauen in den Staat, die Parlamente und die öffentliche Verwaltung. Es handelt sich um eine virtuelle Waffe, die unsere Gesellschaft real spalten und verunsichern kann. Wir können nicht sehen, was wir nicht sehen, so beschrieb der österreichische Kybernetiker und Philosoph Heinz v. Foerster einst die Situation in der wir stecken. Vieles im Digitalen ist für uns unsichtbar. Wir müssen lernen, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Die Kontrolle über unsere Daten zurückzugewinnen, ist ein wesentlicher Schritt dazu.

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